{"id":603,"date":"2015-10-03T01:13:28","date_gmt":"2015-10-03T00:13:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vetorecords.de\/blog\/?p=603"},"modified":"2015-10-03T01:15:21","modified_gmt":"2015-10-03T00:15:21","slug":"nur-fuer-den-kick-fuer-den-augenblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vetorecords.com\/blog\/nur-fuer-den-kick-fuer-den-augenblick\/","title":{"rendered":"Nur f\u00fcr den Kick, f\u00fcr den Augenblick"},"content":{"rendered":"<p>Et voil\u00e0, here we are-<br \/>\nSoviel zun\u00e4chst zu meinen Fremdsprachenkenntnissen.<\/p>\n<p>Bei dem Versuch eine kleine Zwischenbilanz f\u00fcr das Jahr 2015 zu ziehen, f\u00e4llt mir auf, dass da nicht viel bleibt, das ich auf Listen setzen k\u00f6nnte und da frage ich mich, woran das liegt. Waren die Ver\u00f6ffentlichungen dieses Jahr bisher wirklich so schlecht in meinen Ohren oder habe ich schlichtweg alles Interessante verpasst? Gef\u00e4llt mir der aktuelle &#8222;Schei\u00df&#8220; einfach nicht mehr, verstehe ich den Zeitgeist nicht, habe ich gar mein Interesse verloren?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wohlan &#8211; zu sagen man h\u00e4tte viel verpasst und da w\u00e4re doch bestimmt noch etwas Spannendes zu finden gewesen und bei dem was man so mitbekommen hat, h\u00e4tte man einfach Pech gehabt, greift zu kurz. Der Haken bei knapper gewordener H\u00f6rzeit ist, dass man die Momente die man dem St\u00f6bern nach neuen musikalischen Fundst\u00fccken widmet tats\u00e4chlich immer so auslegt, dass man m\u00f6glichst viel bisher nicht Geh\u00f6rtes seinen Lauschern zuf\u00fchrt. Dadurch nimmt man sich aber die Chance, die bisherigen Fundst\u00fccke genauer zu untersuchen, sie kennen zu lernen und wer wei\u00df, unter Umst\u00e4nden auch m\u00f6gen (wer will schon gleich von lieben sprechen) zu lernen.<\/p>\n<p>Die Jagd nach immer Neuem stempelt das gerade noch eben Neue schon wieder als altes Eisen ab und noch bevor es im eigenen Ged\u00e4chtnis eine Kontur gewinnen konnte, die dann nach und nach verblasst \u00fcber die Jahre, verschwindet es schon fast augenblicklich im Einerlei hastig durch geh\u00f6rter Neuerscheinungen.<\/p>\n<p>So dr\u00e4ngt sich die Erkenntnis f\u00f6rmlich auf, dass &#8222;gut&#8216; Ding&#8220;, Weile haben will. Weniger ist mehr! Eben nicht den vermeintlich schnellen Kick, den Hura-Effekt beim ersten H\u00f6ren jagen, sondern sich Platten mal wieder \u00f6fter anh\u00f6ren, wenn man dann tats\u00e4chlich auch weniger schafft. Dies mag ein viel versprechender Ansatz sein, das geschilderte Problem f\u00fcr die Zukunft zu l\u00f6sen oder etwas bescheidener formuliert, die Problematik wenigstens abzumildern.<\/p>\n<p>Damit h\u00e4tten wir auch schon das n\u00e4chste Stichwort: mild. Die Alben, die mir zun\u00e4chst f\u00fcr eine &#8218;Listung&#8216; durch den Kopf gingen, habe ich gedanklich wieder verworfen, als nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr mein Musikjahr. Als ich die Frage dann aber umdrehte, von &#8222;welches der neuen Alben k\u00e4me denn in Frage&#8220; zu &#8222;welche Songs erfreuen dich im Moment&#8220;, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Alt werde ich, die bevorzugte Musik ist m\u00f6glichst mild und ruhig.<\/p>\n<p>Erh\u00e4rtet wird der Verdacht durch die Tatsache, dass ich mich neulich dabei ertappt habe einen Spielfilm im Ersten tats\u00e4chlich gemocht zu haben. Auch ein Tatort ist mir schon untergekommen. Also hilft kein Verstellen und So-tun-als-ob, mein Favorit dieses Jahr ist der nicht mehr ganz taufrische Mark Knopfler mit seinem weder \u00fcberraschenden noch bahnbrechenden neuen Album &#8222;Tracker&#8220;. Daf\u00fcr sind die Songs allesamt kleine Wohltaten f\u00fcr die Seele. Das Album pr\u00e4sentiert sich ohne Ausf\u00e4lle und man ist froh einem Routinier bei der Arbeit zuh\u00f6ren zu d\u00fcrfen. Die Akkorde sitzen, die Melodien flie\u00dfen und auch dem Mitsingen steht nach nur wenigen Wiederholungen nichts im Wege.<\/p>\n<p>Auch Eric Clapton (and Friends) mit the Breeze wollte ich hier anf\u00fchren, jedoch: Diese Scheibe stammt schon aus dem Vorjahr, oh weh, nicht nur mild, sondern tats\u00e4chlich auch noch stehengeblieben&#8230; Trotzdem m\u00f6chte ich diesen Beitrag, mit je einem Song von Herren Knopfler und Herren Clapton beschlie\u00dfen. Um ehrlich zu sein, sind mir zu meiner Erleichterung dann doch noch ein paar weitere Perlen aus 2015 eingefallen, die spare ich mir aber f\u00fcr einen weiteren kleinen Artikel auf. Als alter Hase wei\u00df man, dass man sein Pulver besser nicht mit einem Male verschie\u00dft.<\/p>\n<p>So dann, zun\u00e4chst Eric Clapton, feat. Tom Petty: <strong><em>Rock and Roll Records<\/em><\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/8VlzUN7-G48\" width=\"420\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Passend zu den morschen Knochen: <em><strong>Broken Bones<\/strong><\/em> von und mit: Mark Knopfler<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/H-RtjbRpvLQ\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Et voil\u00e0, here we are- Soviel zun\u00e4chst zu meinen Fremdsprachenkenntnissen. 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